Alle Menschen lieben Wasser, auch die allerkleinsten. Aus diesem Grund werden bereits für Neugeborene Schwimmkurse angeboten. Bei solch einem Kurs wird dem Baby natürlich nicht das Schwimmen beigebracht – es geht vielmehr um den Spaß im Wasser. So wird zum Beispiel die Koordination des Babys gestärkt und die Bindung zur Mutter oder Vater wird intensiviert. Letzteres wird durch den engen Körperkontakt beim Babyschwimmen erreicht. Aus diesem Grund empfinden die meisten Babys das Schwimmen als Kuschelstunde. Alternativ können Sie sich für einen Schwimmkurs entscheiden, bei dem die Babys ein leichtes Trainingsprogramm absolvieren: Babys erste Wassergymnastik. Trotz all dieser positiven Fakten sollten Sie beim Babyschwimmen einiges beachten. Worum es sich hierbei handelt, erfahren Sie beim Weiterlesen.

Gut vorbereitet zum Babyschwimmen

Bevor Sie mit Ihrem Baby einen Schwimm-, bzw. Planschkurs besuchen, sollten Sie Ihr Baby ans Wasser gewöhnen. Setzen Sie es vorab vorsichtig in eine gut gefüllte Badewanne und senken Sie langsam das Badewasser auf 31 bis 34 Grad Celsius. Denn diese Temperatur werden Sie auch im Schwimmbad vorfinden. Suchen Sie sich anschließend einen Schwimmkurs zum perfekten Zeitpunkt aus: Die Zeit sollte nicht auf die Fütterungs- oder Schlafenszeit Ihres Babys fallen. Natürlich dürfen Sie im Notfall Ihr Kind auch im Schwimmbad füttern, aber Sie verlieren hierdurch wertvolle Zeit im Wasser. Nehmen Sie zum Schwimmen immer Schwimmwindeln mit. Diese sorgen dafür, dass kein Unfall im Wasser passiert. Sollte Ihr Baby schon etwas älter sein, so können Sie auch eine Baby-Badehose verwenden. Diese Baby-Badehose passt im Übrigen in der Regel über eine Schwimmwindel. Zur Pflege der Haut nach dem Schwimmen sollten Sie eine fettende Lotion verwenden. So schützen Sie auf perfekte Art und Weise die Haut Ihres Babys, die zu diesem Zeitpunkt noch empfindlich ist. Jedes Baby erträgt es jedoch problemlos, zweimal die Woche ins Schwimmbad zu gehen. Beginnen Sie erst dann mit dem Schwimmen im Hallenbad, wenn die Impfung auf Rotaviren abgeschlossen ist. Dies verhindert unangenehme Infektionen.

Babyschwimmen: Kuscheln und planschen

Beim Babyschwimmen sind Sie Ihrem Baby sehr nahe, denn Sie müssen es natürlich im Wasser halten. Somit haben Sie die ganze Zeit über engen Körperkontakt und schenken Ihrem Baby Vertrauen und Zärtlichkeit. Zudem kann das Baby im Wasser andere Bewegungen ausführen, als es in diesem Alter außerhalb vom Wasser könnte. Der Grund? Nun, die Schwerkraft macht den Kleinen noch zu schaffen und im Wasser haben sie plötzlich die Chance, alle Bewegungen auszuführen. Dies erfreut die Kleinen und stärkt zudem das Selbstbewusstsein. Ein weiterer Vorteil vom Babyschwimmen liegt im Planschen. Daran haben alle Babys ihre wahre Freude und Sie genießen auf diese Art gemeinsame, zärtliche und spaßige Stunden.

Schwimmen fördert die Koordination

Natürlich lernen die Babys beim Babyschwimmen nicht das Schwimmen selbst. Das Planschen und der erste Kontakt zum Wasser sind hier die wichtigsten Fakten. Wissenschaftler haben anhand von Studien herausgefunden, dass Babys beim Planschen im Wasser ihre Koordination stärken können. Des Weiteren wird hierdurch der Gleichgewichtssinn geschult. Und obwohl das Baby im Wasser keine Gymnastik treibt, baut es trotzdem Muskeln auf. Dies liegt höchstwahrscheinlich daran, weil sich die Kleinen im Wasser vermehrt bewegen und andere Bewegungen als an „Land“ ausführen.

Kinderärzte raten dazu, frühestens dann mit dem Babyschwimmen zu beginnen, wenn das Baby seinen Kopf selbst halten kann. Andere wiederum tendieren dazu, erst mit einem halben Jahr zu beginnen. Der angegebene Grund dafür lautet, dass dann die Bindung zwischen dem Kleinen und seinen Eltern am stärksten ist.

Worauf Sie im Wasser achten sollten

So sehr die Kleinen auch ihren Spaß im Wasser haben, Sie sollten ihn begrenzen. Achten Sie darauf, dass das Baby nicht untertaucht. Zwar haben die Neugeborenen noch den speziellen Reflex, der den Atem anhalten lässt, wenn der Kopf unter Wasser gerät. Diesen Reflex verlieren Sie aber mit der Zeit. Manche Babys verlieren ihn früher, während andere ihn länger behalten. Gehen Sie jedoch auf Nummer sicher und lassen Sie das Baby nicht untertauchen. Achten Sie ferner auf ein Schwimmbad, dessen Wasser mindestens 31 Grad Celsius beträgt. Wenn möglich, sollte das Wasser 34 Grad Celsius haben. Nach dem Planschen trocknen Sie Ihr Baby gut ab und ziehen Sie beim Verlassen des Bades immer eine Mütze auf. Dann steht dem wöchentlichen Spaß mit anderen Müttern und Babys nichts mehr im Wege. Wie Sie erkennen, erhält das Baby auch erste soziale Kontakte.