Mit seinen Geschwistern in einem Zimmer zusammen zu wohnen war früher keine Seltenheit. Aus der Sicht vieler Eltern heißt es heute jedoch, dass jedes Kind seinen eigenen Rückzugsort braucht. Jedoch wird effektiv Platz gespart, sollte der Nachwuchs zusammen ein Zimmer beziehen, was besonders bei dem knapp bemessenen Wohnraum in Deutschland einen großen Vorteil hinsichtlich der weiteren Wohnungsplanung darstellt. Nicht jeder kann ein eigenes Haus sein eigen nennen und viele müssen sich mit Wohnungen abfinden in denen standardmäßig nur ein Kinderzimmer eingeplant ist.

Oftmals haben Kinder Probleme mit dem schlafen, was durch ein gemeinsames Zimmer gelöst werden kann. Der Fakt nicht alleine schlafen zu müssen und noch jemanden mit im Raum zu haben ist eine echte Bereicherung für die Kleinen, da diese sich schon früh an diese Situation gewöhnen und sich meist dadurch besser mit dem Bruder/ der Schwester verstehen. Auch ein gemeinsames Spielen kann diesen Effekt noch verstärken. Ab der Pubertät wird es erfahrungsgemäß jedoch zu Konflikten kommen, wenn sich zwei Geschwister ein Zimmer teilen müssen. Dann wünschen sie sich mehr Freiraum und einen ungestörten Rückzugsort. Ein zu großer Altersunterschied steht der Idee des gemeinsamen Kinderzimmers meist auch im Weg.

Im Folgenden finden Sie Ideen zur Umsetzung und Gestaltung eines Mehrbettzimmers für Ihre Kinder.

Alternativem zum gemeinsamen Kinderzimmer

Sollte es in Ihrem Haus einen Raum geben den Sie nicht besonders häufig oder effizient nutzen, kann dieser zu einem eigenen Kinderzimmer umfunktioniert werden. Es kann vorkommen, dass das eigene Kind generell abgelehnt ist hinsichtlich der Idee eines Zweibettzimmers. Hier kann das eigene Wohnzimmer in einen Wohn- und Schlafraum für Sie verwandelt werden, während das freie Zimmer Platz für Ihr Kind bietet. Auf jeden Fall sollten Sie sich die Räumlichkeiten genau anschauen, um vielleicht auch einen großen Raum in zwei kleinere zu unterteilen.

Weitere Räume zur Verfügung stellen

Um vor allem zum Spielen genug Platz zur Verfügung zu haben, ist in einem Kinderzimmer für Zwei oftmals nicht genug Platz. Grund hierfür sind die Betten oder große Schränke. Um dieses Problem zu umgehen, können Sie den Kindern einen weniger genutzten Raum als Spielzimmer zur Verfügung stellen. Sollte es in Ihrer Wohnung eine gut einsehbare Ecke im Wohnzimmer geben, ist auch dort das Spielzeug der kleinen gut aufgehoben. Außerdem kann der Kleiderschrank in den Flur oder Ihr Schlafzimmer gestellt werden, sollte dieser zu viel Platz beanspruchen.

Ist dazu noch am Küchentisch genug Platz um dort die Hausaufgaben zu erledigen, könnten Sie auch einen Schreibtisch aus dem Zimmer räumen. So ist das eine Kind ungestört beim Lernen und Hausaufgaben machen, während das andere im Zimmer spielen kann.

Raumtrennung oder einheitliches Bild

Haben Ihre Kinder ähnliche Interessen und einen geringen Altersunterschied? Wenn ja, dann können Sie das Zimmer einheitlich gestalten und ausstatten. Ihre Kinder werden sich nicht daran stören, wenn sie deren Bedürfnissen nachkommen.

Ist jedoch der Unterschied zwischen den Kindern zu groß beispielsweise durch den Charakter oder das Alter, ist es eher empfehlenswert die Bereiche voneinander getrennt in das Zimmer zu integrieren. Nur wenige Handgriffe sind erforderlich um ein Zimmer auf diese Weise zu unterteilen.

Gestaltung des einheitlichen Kinderzimmers

Wenn Ihre Kinder gut zusammen harmonieren und auch viel miteinander spielen, sind das die besten Bedingungen für ein Zweibettzimmer. Nun können Sie sich an die Einrichtung dieses Raumes als Einheit machen.

Gleiches passt oft gut zu gleichem. Bei der Wahl der Möbel und Textilien sollten in derer Art ähnliche Designs verwendet werden, um ein rundes, harmonisches Bild zu erzeugen. Auch die Farben sollten ineinander stimmig sein und den Raum nicht dominieren, sondern eher unterstützen.

Ihre Kinder werden es jedoch nicht zwangsläufig gut finden, wenn jeder von ihnen genau die gleichen Möbel hat. Deshalb sollten Sie dort ein wenig auf die Vorlieben Ihrer Kleinen eingehen und dementsprechend das Zimmer ausstatten. Damit der einheitliche Look bestehen bleibt müssen Sie jedoch nicht gänzlich verschiedene Möbelstücke kaufen. Variieren Sie in der Machart der Kindermöbel oder nutzen Sie kleinere Akzente wie Motivaufkleber, um Ihren Kindern in dieser Hinsicht Abwechslung und Individualität zu bieten.

Wenn es um die Wandgestaltung geht, stehen verschiedene Bordüren oder Wandsticker zur Auswahl, welche das Zimmer in die eigenen Bereiche der Kinder unterteilen. Mit farblichen Unterschieden kann so der Raum in sich unterteilt werden, ohne dabei das einheitliche Design zu untergraben. Auch bei der Farbauswahl der Wände können Sie schon jedem Kind einen eigenen Bereich schaffen.
Außerdem können Sie mit Themenbettwäsche oder Gardinen weitere Akzente setzen.

Getrennte Einrichtung

Sind Ihre Kinder eher abgeneigt gegenüber einem einheitlichen Raumdesign, sollte eine Trennung innerhalb des Zimmers erfolgen.

Sollten Sie dies in Betracht ziehen, sollte erst der Raum inspiziert werden. Wichtig ist, dass für beide genug Tageslicht und Platz zur Verfügung steht. Ist das Fenster an einer Stelle im Raum an die beide gut herankommen, ist auch für genügend Frischluft gesorgt.
Anschließend kann der Raum anhand seiner Gegebenheiten unterteilt werden. Förderlich hierfür ist ein ohnehin gespiegeltes Layout des Zimmers oder ein großzügiger Erker. Möbel sind ebenfalls gut geeignet um den Raum in zwei Bereiche zu unterteilen, da es hier eine Vielzahl von Regalen gibt die auch gleichzeitig als Raumtrenner dienen.

Das Mittelmaß

Um eine Mischung aus den beiden oben genannten Möglichkeiten zu verwirklichen, empfiehlt sich eine andere Art der Abtrennung. So können Sie den gemeinsamen Platz zum Spielen beibehalten, während die Schlafbereiche voneinander getrennt sind. Um dort einen Rückzugsort für Ihre Kinder zu ermöglichen, können auch Vorhänge angebracht werden. Diese können dann ganz nach Bedarf geöffnet oder geschlossen werden. Wenn die Möglichkeit besteht die Betten an den gegenüberliegenden Wänden aufzustellen, sollten Sie dies auch in Erwägung ziehen.

Harmonie beibehalten

Obwohl grundsätzlich Ihrer Kreativität in Sachen Kinderzimmer keine Grenzen gesetzt sind, sollten einige Dinge bedacht werden, um das Wohlbefinden innerhalb des Raumes zu gewährleisten. Der Boden und die Zimmerdecke sollten einheitlich sein oder zumindest nur dezent aufeinander abgestimmt. Mithilfe von Teppichen können Sie noch einmal Farbakzente hineinbringen, sollten aber auf eine gut durchdachte Farbkomposition Wert legen, da der Raum sonst zu unruhig wirkt. Mit diesen einfachen Tipps können Sie problemlos einen Raum schaffen, in dem sich beide Kinder wohlfühlen.

Raumplaner Software als virtuelle Stütze

Mit einer professionellen Raumplaner Software können in wenigen Schritten die verschiedenen Räume Ihres Heims visualisiert werden. Was sonst in mühevoller Handarbeit mit Stift und Papier erledigt werden muss, übernimmt eine Software für Sie. Ein gut geeignetes 3D Hausplaner Programm ist der Plan7Architekt, der einfach online bestellt werden kann. Anhand der synchronisierten Darstellung des 2D und 3D Modells auf Ihrem Bildschirm kann direkt nachvollzogen werden, wie die Position eines Raumgegenstandes geändert wurde. Das spart nicht nur Zeit, sondern ist auch intuitiv aufgebaut. Mithilfe der automatischen Dachkonstruktion können Sie Schrägdächer einfach darstellen und gegebenenfalls die dazu passenden Möbel auswählen. Außerdem findet eine Echtzeitmessung der Außen- und Innenabstände statt. So können Sie schon vorab den Raum so unterteilen, dass jedes Kind gleich viele Quadratmeter zur Verfügung hat. Mit mehreren Millionen Objekten aus dem 3D Warehouse Google SketchUp können Sie aus einer Vielzahl von Möbelstücken, Türen, Fenstern oder Vorhängen wählen.
Sehr wichtig ist auch die eingebaute Tageslichtsimulation, die sehr exakt anzeigt, wie viel Licht bei einer bestimmten Möbelkonstellation noch durch das Zimmerfenster fällt.

Fazit

Es gibt eine Menge zu beachten, sollten Sie sich dazu entscheiden ein gemeinsames Kinderzimmer einzurichten. Sie kennen Ihre Kinder am besten und können durch Beobachtung auch gut feststellen, ob ein Zimmer zu zweit das Richtige ist. Lassen Sie sich mit der Entscheidung auch ein wenig Zeit und gehen noch einmal alle oben aufgeführten, wichtigen Fragen durch.

Es gibt eine Menge Design-Ideen um eine stimmige, angenehme Raumatmosphäre zu erschaffen. Versuchen Sie bei Platzmangel vielleicht auch effizientere Möbelstücke in Betracht zu ziehen, lassen Sie sich aus Ihrem Freundeskreis inspirieren und überstürzen Sie nichts. Das Kinderzimmer zu zweit sollte gut durchdacht sein.