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Es gibt viele Eltern die ihre Gefühle gegenüber ihren Kindern nicht zeigen. Sie denken sie schützen ihre Kinder dadurch, wenn immer alles „gut läuft“. Das ist jedoch nicht ganz richtig. Es ist für die kindliche Entwicklung sehr wichtig, dass ein Kind mit Gefühlen aufwächst. Mit Freude, Trauer, Ärger, usw. Warum das so ist? Das werde ich dir in diesem Beitrag näher aufführen.

Mama, zeige mir deine Gefühle. Du bist kein Roboter

Kinder sollten keines Wegs ohne Gefühle aufwachsen. Zeige deinem Kind, dass du aus Fleisch und Blut bist. Nur so kann es sich gesund entwickeln. Es ist sehr wichtig, dass du deinem Kind zeigst und sagst, wenn du einmal traurig oder verärgert bist. Denn du kannst nicht immer glücklich und lächelnd sein. Dein Kind nimmt sonst ein falsches Bild wahr. Es wird denken, dass immer alles schön und nett ist. Du musst es auf das Leben vorbereiten. Klar, solltest du nicht bitterlich vor ihm weinen. Jedoch solltest du ihm sagen wie es dir geht. Nur so kann es Empathie zu anderen Menschen entwickeln und besser mit Menschen und ihren Gefühlen umgehen. Kennst du diese Menschen, die sich in andere einfach nicht hineinversetzen können? Diese sind vielleicht mit einem „Traumbild“ aufgewachsen. Sie können oft ihre eigenen Gefühle nicht richtig wahrnehmen.

Sei offen, ehrlich und vermeide Irrtümer

Sei dir dessen bewusst, dass du dein Kind ganz schön verunsichern kannst. Denn wenn es dich immer „glücklich“ sieht verunsicherst du es auch ein wenig. Denn Kinder spüren was bei uns Erwachsenen vor sich geht. Sie spüren, wenn es uns schlecht geht. Erinnerst du dich noch an deine Schwangerschaft? Warst du mal gestresst und hattest gleich ein komisches Gefühl im Bauch? Dein kleines Wunder hat dir nur ein Zeichen gegeben „Hey, ich spüre dich. Hör auf dich zu stressen und traurig zu sein“. Kennst du dieses Gefühl? Kindern kann man nichts vorspielen. Sie saugen alles auf, auch wenn wir oft denken, dass sie vieles nicht mitbekommen. Sie sind schlau und zeigen uns das nur nicht. Durch dein Verhalten kannst du das Selbstbewusstsein deines Kindes verunsichern. Denn es denkt, dass es vielleicht etwas falsch gemacht hat. In den meisten Fällen sind Kinder aber gar nicht der Auslöser für unseren Ärger und unsere Trauer. Und wenn sie es mal doch sind, dann muss man ihnen offen sagen „Jetzt hast du mich traurig gemacht. Jetzt bin ich sauer, weil du mich verärgert hast.“

Spreche offen mit deinem Kind über deine Gefühle und die momentane Situation

Viele Eltern scheuen offene Gespräche mit den jüngsten. Aber warum? Viele haben Angst davor, dass sie ihr Kind verunsichern, dass ihr Kind durch das Gespräch traurig wird. Das Gegenteil ist aber der Fall. Aus meiner Praxis heraus weiß ich aber, dass es sehr wichtig ist offen mit dem Nachwuchs zu sprechen. Kinder fühlen nach offenen Gesprächen oft eine Erleichterung. Sie wissen dann nämlich was das Problem ist. Und, dass sie es oft nicht sind. Denn Kindern verspüren oft Schuldgefühle, wenn ihre Eltern „glücklich“ sind, es aber in Wirklichkeit gar nicht sind. Kennst du das „Scheidungssyndrom“ von Kindern? Eine Vielzahl von Scheidungskindern denkt, dass sie Schuld an der Scheidung sind. Warum? Weil man nie offen mit ihnen gesprochen hat. Ich kenne viele Beispiele, wo Kinder mit einer Scheidung nie gerechnet hätten. Denn es lief „immer“ alles gut. Spreche offen mit deinem Kind. So stärkst du sein Selbstbewusstsein, es fühlt sich ernstgenommen und erleichtert. Du wirst deinem Kind einen riesen Gefallen tun, wenn du offen über jede Situation sprichst. Wäge ab, ob auch wirklich jede Situation für die Kindsohren sind. Wenn du aber traurig bist, dann sage das offen deinem Kind. Es soll wissen, dass es dir nicht gut geht und du heute vielleicht etwas anders mit ihm umgehst. Dein Nachwuchs wird sich nicht dafür verantwortlich fühlen.

Fazit

Im Großen und Ganzen ist die Kommunikation in jeder Hinsicht sehr wichtig. Ob zwischen dir und deinem Nachwuchs, zwischen dir und deinem Partner oder zwischen dir und anderen Menschen. Denn nur mit Kommunikation kann man Missverständnissen und unnötigen Problemen leicht aus dem Weg gehen. Oft ist die Stille das größte Problem in den meisten zwischenmenschlichen Beziehungen. Denn kein Mensch kann die Gedanken des Gegenübers lesen. Ein Beispiel hierfür:

Ich weiß nicht was du im Moment denkst. Vielleicht bist du verärgert wegen der XY Situation die heute geschehen ist. Ich habe diese vielleicht gar nicht wahrgenommen und kann deinen Ärger nicht nachvollziehen. Sage mir doch bitte was das Problem ist, damit wir es gemeinsam lösen können und alles wieder gut ist.

Ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche.

Lieber Gruß

Gordana