Es ist schwer sich in schwierigen Situationen richtig zu verhalten. Dennoch müssen wir auf einige Dinge achten. Wir müssen darauf achten wie wir uns gegenüber unseren Kindern verhalten, wenn wir genervt, gestresst oder verärgert sind. Oft kommen wir von der Arbeit genervt nach Hause und die Kinder bekommen den Frust ab. Kinder sollten den Frust aber nicht abbekommen, da sie dafür nichts können. In diesem Beitrag nenne ich dir fünf Fehler und Fehlverhalten die du gegenüber deinem Kind nie tun solltest. Es wird eure Beziehung nur zerstören, du verletzt dein Kind und eventuell wird es psychische Schäden von manchen Fehlverhalten erleiden. Gehe lieber aus dem Zimmer bevor du etwas tust oder sagst, was du im Nachhinein bereuen wirst. Denn dein Kind kann womöglich nichts dafür, dass du verärgert bist. Vermeide diese Fehler.

Lüge dein Kind nie an

Schließlich möchtest du auch nicht angelogen werden, richtig? Wie fühlst du dich, wenn dir jemand ins Gesicht lügt und du weißt, dass er lügt? Oder, wenn du es im Nachhinein erfährst, dass die Person X dich angelogen hat? Sauer, enttäuscht und traurig. Kindern geht es nicht anders. Noch schlimmer ist es, wenn sie von ihren Eltern beziehungsweise Bezugspersonen angelogen werden. Sie beginnen an eurer Beziehung und an sich selbst zu zweifeln. Sie zweifeln schlussendlich auch an dir. Denn du wirst als unglaubwürdig abgestempelt. Du verlierst in ihren Augen die Autorität und du wirst unglaubwürdig. Eine Lüge kann eine ganze Beziehung zerstören. Das wirst du sicher auch aus deiner Lebenserfahrung wissen. Du hast so etwas sicherlich auch bereits erlebt. Sei es in der Freundschaft oder in der Partnerschaft. Setze nie das Vertrauen deines Kindes aufs Spiel. Denn wenn du es einmal verloren hast, ist es sehr schwer dieses wieder zurück zu gewinnen. Wenn du beispielsweise ein Blatt zerreißt und es danach wieder zusammenklebst, ist es zwar wieder eins, aber es sieht nicht so aus wie davor. So ist es auch mit dem Vertrauen. Wenn das einmal gebrochen ist, wird es nie wieder so stark sein wie davor.

Versprechen nicht brechen

Ähnlich wie bei den Lügen ist es auch mit dem Versprechen. Verspreche nichts, was du nicht einhalten kannst. Sei lieber vorsichtig damit, bevor du dein Kind enttäuschst. Auch hier kannst du sehr leicht das Vertrauen und die Autorität verlieren. Es kann auch sehr schnell dazu führen, dass du die Vorbildfunktion verliest. Denn Kinder schauen auf uns Erwachsene herauf. Wir sind ihre Helden und Vorbilder. Wir sollen sie beschützen und nicht enttäuschen oder verletzen. Achte immer auf deine Worte und deine Handlungen. Denn Kinder saugen alles auf wie ein Schwamm. Sie vergessen nichts. Riskiere deine gute Beziehung zu deinem Kind. Verspreche nur das, was du auch wirklich einhalten kannst und willst.

Spreche mit deinem Kind nie von oben herab

Achte darauf wie du mit deinem Kind kommunizierst. Wie fühlst du dich, wenn jemand von oben herab mit dir spricht? Ist dieses Gespräch angenehm? Fühlst du dich nicht besser, wenn jemand auf Augenhöhe mit dir spricht? Nimm dein Kind in jeder Situation ernst. Spreche mit ihm auf Augenhöhe, respektiere es und gib ihm das Gefühl, dass du es ernst nimmst. Denn Kinder haben oft Angst, wenn man anders mit ihnen spricht. Sie trauen sich oft nicht ihre Gefühle zu äußern und etwas zu sagen. Sie fressen vielleicht alles in sich ein. Was natürlich sehr schlecht ist. Kinder sollen lernen mit ihren Gefühlen umzugehen, sie teilen zu können. Denn wer mit Angst aufwächst, der kann sich nicht frei in seiner Persönlichkeit entfaltet. Solche Kinder sind oft eingeschränkt in ihrer Entfaltung. Ein Befehlston tut dir sicherlich auch nicht gut. Kindern tut das erst recht nicht gut. Es kann sogar dazu führen, dass du deinem Kind unsympathisch wirst und eure Beziehung darunter beginnt zu leiden. Entscheide dich für einen respektvollen Umgang mit deinem Kind.

No Go: Beleidigungen

Wenn du merkst, dass du dich und deine Gefühle nicht kontrollieren kannst, dann verlasse den Raum. Nimm dir Luft zum Atmen und Zeit zum Runterkommen. Gehe aus dem Zimmer und atme zehn Mal tief ein und aus. Es wird dir guttun. Es wird aber vor allem deinem Kind guttun. Denn du wirst nichts tun, was du später bereuen wirst. Oft sagt man in kritischen Situationen Dinge die man gar nicht so meint. Diese Wörter können aber sehr verletzend sein. Sie können Narben hinterlassen. Bei sehr schwierigen Wörtern, können manche Kinder sogar traumatisiert werden. Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Denn jeder Mensch ist ein Individuum und verarbeitet Dinge anders. Achte auf deine Wortwahl und deine Tonlage. Wie bereits erwähnt, verlasse lieber den Raum und beende das Gespräch vorerst. Wenn du dich ruhig und bereit für das Gespräch fühlst, dann wage einen neuen Versuch.

Absolutes No Go: Gewalt

Zum letzten Punkt muss man glaube ich nicht allzu viel sagen. Denn jeder Mensch weiß, was Gewalt anrichten kann und was es zerstören kann. Sehr viele Ehen und Familien sind durch Gewalt zu Bruch gegangen. Gewalt gegenüber dem Kind kann schwere psychische Folgen für das Kind haben. Es kann sein, dass es selbst aggressiv wird und diese Aggression beispielsweise an fremden Kindern auslässt. Oder, dass es Sachen in der Wohnung kaputt macht. Kinder können ein Trauma erleiden. Sie ziehen sich in sich zurück, essen schlecht, schlafen schlecht, ihre Schulnoten gehen in den Keller, und vieles mehr. Gewalt hat noch nie jemandem etwas Gutes gebracht. Das wissen wir alle. Deshalb sollten wir die Gewalt auch nicht in unser Haus lassen. Wer sich auspowern muss, der soll ins Fitnessstudio gehen oder andere Tätigkeiten machen. Kein Kind und kein Mensch ist auf diese Welt gekommen, um geschlagen und beleidigt zu werden.

 

Respektiert eure Kinder, behandelt sie liebevoll, sprecht offen und ehrlich mit ihnen und ihr werdet eine glückliche Beziehung zu eurem Kind haben. Denn wer offen, ehrlich und liebevoll mit seinem Kind umgeht, der bekommt die dreifache Liebe und Zuneigung zurück. Denkt immer daran, dass Kinder ein Segen und ein Geschenk Gottes sind. Manche Menschen würden sich glücklich schätzen, wenn sie das Glück hätten, dass sie jemand Mama oder Papa nennt. Aus diesem Grund sollten alle Eltern diese fünf Fehler vermeiden, zum Wohl unserer Kinder.

Lieber Gruß

Gordana